Wie sich Unpünktlichkeit einer Unternehmerin in ein gutes Umgehen mit Zeit wandelte...

Aufstellungs-Coaching auf dem natürlichen (Lebens) Weg

Innerlich gestärkt und genährt mit Bergischen Waffeln bei „Maria in der Aue“, gehalten in der Natur… wanderten wir gemeinsam zum Altenberger Dom. Da tauchte im Coaching-Gespräch die Frage auf „Was ist es, was es mir morgens so schwer macht, pünktlich mit meiner Arbeit anzufangen?“ Im Laufe(n) des Gesprächs, immer das Rauschen des Bachflußes neben uns, kamen nach und nach die Stolper-Steine im Fluss (des Lebens) zum Vorschein:

  • Pünktlich SEIN: gutes Gefühl aus dem MIT DER ZEIT gehen und nicht HINTERHER laufen; mehr Spiel-Raum; Erfolg haben
  • Spät KOMMEN: sich wie „gehörnt“ fühlen; sich über sich selbst ärgern; ungutes Gefühl dabei, andere warten zu lassen (Respekt?); noch schnell was in die letzten Minuten „reinpressen“
  • VERDECKTer Gewinn: mehr Zeit für mich haben

„Woran erinnert Dich das?“ war meine Frage. „An meinen Vater, der als Angestellter nicht gern morgens zur Arbeit fuhr … „ kam es ganz spontan zurück. „Und ich rufe meinen Vater sogar manchmal morgens an, wenn ICH als Selbständige gerade zur Arbeit losfahre und klar schon „zu spät“ dran bin.

Dann sagt er stets „Du bist ja der Chef … (und was er nicht ausspricht: Du kannst Dir das erlauben, was ich nicht konnte… ).““
Was hat meine Pünktlichkeit jetzt damit zu tun?
Wir stellen Ihren Vater (durch meine „kataleptische Hand“ stellvertetend) und sie selbst (als sich selbst) auf dem Weg auf. Sie schaut ihn an und läßt sich berühren…

  • Papa, ich sehe Dich (jetzt) und achte Dein (Berufs-)Schicksal. Du warst nicht der Chef und wärest gerne mal „später“ gekommen … (berührt)
  • Papa ich mach´s für Dich, wenn ich nicht pünktlich zur Arbeit fahre… Aus Liebe.
  • Und ab jetzt mache ich es, wie ich es möchte – und kann auch pünktlich sein. Bitte schau freundlich auf mich… (dreht sich um und geht in eine neue Richtung)

Und was geschah danach…?
Am nächsten Tag: „Die Zeit verschwindet nicht mehr… oh ist das schön, so ganz in Ruhe alles machen  zu können“ (als sie mich zum Bhf brachte, hatten wir noch genügend Zeit, um uns zu verabschieden und mich zum Bahnsteig gehen zu lassen).   
Nach 9 Monaten: „ Ich komme jetzt zu den mir wichtigen Terminen IMMER sehr pünktlich, ohne viel früher da zu sein.  Und wenn ich „zu spät“ kommen möchte, dann geniesse ich es  jetzt ganz bewusst.“